In einem Wimpernschlag

IN EINEM WIMPERNSCHLAG

 

Ganz gleich was ich denke oder wo ich mich befinde, die Welt steht niemals still.

 

Ein Wimpernschlag dauert 250 Millisekunden. Mein Gespür für Zeit ist zu langsam.

Intuitiv bewege ich mich, aber ich bin in einem Kreislauf gefangen.

In jedem Moment bin ich einer Schwerkraft ausgesetzt,

die an mir zieht wie der Wind an einem Drachen.

Ich kann mich aufrichten, drehen und verbiegen, sie hält mich immer fest.

Alles um mich herum rotiert.

 

Ich möchte ankommen, zur Ruhe kommen.

Ich will weniger Geschwindigkeit.

Menschen und Häuser ziehen rasend schnell an mir vorbei.

Farben und Geräusche vernebeln meine Wahrnehmung.

Ich habe Angst mich zu verlieren.

Ich versuche dagegen anzukämpfen und meinem eigenen Rhythmus zu folgen

Denn meine Welt bewegt sich gegensätzlich.

Sie folgt ihren eigenen Gesetzen.

 

Ich setze einen Schritt vor den nächsten und fühle plötzlich kein Gewicht mehr.

Eine endlose Melodie umgibt mich während ich meine Balance wieder finde.

Die einzelnen Töne reihen sich harmonisch aneinander

und bilden einen wärmende Decke um mich herum, die mich vor allem was ablenkt beschützt.

Für einen flüchtigen Moment gibt es nichts außer Entspannung und Geborgenheit.

 

Ganz gleich was ich denke oder wo ich mich befinde,

wenn ich tanze steht die Welt für mich still.

 

 

Der Text entstand in Zusammenarbeit mit Sandra Eikel, Juni 2011

 

 

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